Getagged: Shakespeare

Reisebericht USA: NYC (2. Teil)

Hey Folks,

gruseligerweiße komme ich vor lauter Erlebnissen der Kategorie „geiler Scheiß“, nicht zum berichten – wer hätte das Gedacht? Ein halbgarer und vermischwurbelter Artikel der die Tage durcheinander wirft liegt zwar noch im Entwürfe-Ordner, aber das erspare ich euch und sammle ein paar Highlight der letzten Tage raus.

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Shakespeare in Love und Black Swan: Die Kunst im Schöpfen von Kunst

Es gibt eine Menge Filme, die sich mit dem Thema Kunst und insbesondere dem Leben einzelner Künstler beschäftigen. Es ist sicherlich ein dankbares Thema; richtig erzählt kommt dabei regelmäßig eine unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte mit inspirierendem Charakter heraus. Da sich kaum jemand mit vergessenen oder dauerhaft erfolglosen Künstlern beschäftigt, bieten solche Werke am Ende fast immer das Motiv eines Einzelkämpfers, der durch harte Arbeit schließlich die verdienten Erfolge feiern darf.
Ein anderer Grund für die Beliebtheit der Kunst als Literatur- oder Filmthema ist sicherlich die Nähe, die die Autoren und Filmemacher selbst zu den verschiedenen künstlerischen Berufen fühlen. Ob es nun um Schriftsteller geht, um Schauspieler oder Sänger: All diese Professionen sind ja selbst Teil der Filmbranche und finden somit gerade während des Erschaffungsprozesses als Filmthema reges Interesse. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es sehr viel mehr Filme über Schriftsteller oder Tänzer gibt, als beispielsweise über Bildhauer.

Amadeus

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Der Widerspenstigen Zähmung – ein Klassiker der BDSM-Literatur?

Es ist kein Geheimnis, dass das Prinzip des BDSM kein rein modernes Phänomen ist. Lange bevor Fifty Shades of Grey der sexuellen Spielrichtung zu einem neuen Hype verhalf, sorgte schon Die Geschichte der O für große Skandale, und der Namensgeber des Sadismus‘ selbst, Marquis de Sade, verfasste bereits im 18. Jahrhundert seine Werke, die quasi jede mögliche Spielrichtung von Sadismus und Lustschmerz offen darlegten.
Doch es gibt auch einen ganz anderen Typus von klassischen Geschichten, die sich mit dem Thema beschäftigen. Es ist schließlich gar nicht nötig, den Begriff BDSM offen zu propagieren, um ein entsprechendes Beziehungsgerüst zu beschreiben, und so gibt es über die Jahrhunderte hinweg genügend großartige Liebesgeschichten, die eine zumindest BDSM-inspirierte Beziehung darstellen, ohne offen darüber reden zu müssen. Eines der bekanntesten und eindeutigsten Beispiele dafür ist sicherlich Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung.

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Ähnlich wie beim Kaufmann von Venedig muss sich Der Widerspenstigen Zähmung regelmäßig die Frage gefallen lassen, in welche Richtung sich das Stück nun eigentlich interpretieren lassen will. Ist die Geschichte der feurigen Katharina, der von ihrem Ehemann der „Stachel gezogen“ werden soll, nun lehrreich, frauenverachtend oder gar emanzipatorisch? Die Frage ist in der Tat nicht einfach zu beantworten.
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Klassische Werke in neuer Gestalt

Vor einigen Jahren gab es in der Fernsehbranche einen minderen Eklat, als der selbsternannte Literaturgott Marcel Reich-Ranicki während der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises den ihm zugesprochenen Ehrenpreis live ablehnte, mit der Begründung, er „gehöre nicht in diese Reihe“ und fände es „schlimm, dass ich das hier viele Stunden ertragen musste. Diesen Blödsinn, den wir hier zu sehen bekommen haben.“.
Als Reaktion auf Reich-Ranickis ostentative Ablehnung bat ihn daraufhin der Moderator Thomas Gottschalk, mit ihm zusammen eine Diskussionsrunde zum Thema Fernsehen zu führen. Und wirklich wurde eine Woche später das Gespräch der beiden modernen Fernseh- und Literaturikonen ausgestrahlt, unter dem Titel „Aus gegebenem Anlass – Marcel Reich-Ranicki im Gespräch mit Thomas Gottschalk.“.
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Starpower aus Amerika: Kenneth Branagh in Hamlet

Wie ich am Ende meines letzten Artikels angedeutet hatte, ließ das nächste Event meiner Los-Angeles-Tour nicht lange auf sich warten. Nach dem bombastischen Disneyland-Kinoereignis machte ich mich am nächsten Abend auf den Weg nach Hollywood, um dort in einem altmodischen Kino Hamlet zu sehen. Das vierstündige, vollständige Meisterwerk in 70 mm auf der großen Leinwand – das alleine wäre es sicher wert gewesen. Aber anschließend sollte tatsächlich eine Podiumsdiskusion mit Kenneth Branagh, dem Hauptarsteller und Regisseur stattfinden!
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Shakespeare & Fluch der Karibik

Wahrscheinlich kennen einige der Leser das Gesellschaftsspiel „Tabu“, bei dem die Mitspieler vorgeschriebene Begriffe erklären müssen, ohne bestimmte naheliegende Assoziationen zu verwenden. Als wir dieses Spiel einmal in größerer Runde spielten, stellte mein neunjähriger Bruder die Frage: „Wer hat Fluch der Karibik geschrieben?“ Ich war mir ziemlich sicher, dass Ted & Terry keine mögliche Tabu-Antwort darstellen, und ich brach die Runde ab, um ihn nach der vermeintlichen Lösung zu fragen. So kamen wir darauf, dass der zu erratende Name „Shakespeare“ war – die Erklärung meines Bruders: „Romeo und Julia durfte ich ja nicht sagen!“
In der darauffolgenden allgemeinen Heiterkeit wurde ihm klar, dass er einen Fehler gemacht hatte und er wandte sich beleidigt ab. Ich musste ihm schnell erklären, dass wir nicht ihn auslachen, und dabei stellte sich die Frage: Warum ist diese spezielle Fehlannahme so amüsant?
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West Side Story vs. Shakespeare

Ich bin im Allgemeinen der Erste, der sich dagegen verwehrt, ein Werk als unantastbar einzustufen, nur weil es als hohe Kultur gilt. Keiner der großen Meister war wirklich unfehlbar, und viele althergebrachte Kunstwerke wurden seit Ewigkeiten so auf einen Sockel gestellt, dass ihre Schwächen gar nicht mehr wahrgenommen werden dürfen. Wenn dann doch einmal eine Adaption sich bemüht, ihr Ursprungsmaterial noch zu perfektionieren, so kann das Ergebnis überraschende und beeindruckende Züge annehmen. Aber gleichzeitig gilt sicherlich auch das Gegenargument: Wenn ein Buch, ein Bildnis oder ein Theaterstück seit Jahrhunderten als genial gelten, so hat das in den meisten Fällen auch seine Gründe, und ein moderner Bearbeiter sollte seinerseits einen wirklich guten Grund haben, diese Klassiker zu verändern.
Shakespeare kann wohl als Musterbeispiel für beide Seiten der Überlegung gelten. Größere Klassiker als die Stücke des Barden gibt es in unserem Kulturkreis kaum, und seine Texte wird man wohl mit jedem Recht als genial bezeichnen. Doch auf der anderen Seite haben auch die grandiosesten seiner Werke oft dieselben inhaltlichen Schwächen: Die Handlung wird von konstruierten Zufällen angetrieben, die Nebenfiguren sind zwei- bis eindimensional und nicht immer sind die Geschichten selbst wirklich durchdacht.
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Les Comédies Musicales: Roméo & Juliette


Romeo und Julia dürfte William Shakespeares berühmtestes Stück sein, mit Sicherheit jedenfalls sein bekanntestes und die eine Liebesgeschichte, von der das Publikum offensichtlich nie genug bekommen kann. Neben den verschiedensten Opern-, Ballett- und Filmadaptionen, klassisch wie modern, existiert mit West Side Story ja auch seit langem eine sehr erfolgreiche Musicalversion des Stoffes – auch wenn ich persönlich einige Probleme habe, Bernsteins Klassiker als auch nur annähernd würdige Umsetzung von Shakespeare zu betrachten.
Die gerade in Amerika andauernde Beliebtheit von West Side Story hat die Franzosen aber zum Glück nicht davon abgehalten, 2001 ihre eigene Musicalversion des Klassikers ins Rennen zu schicken: Roméo & Juliette – de la Haine à l‘Amour von Gérard Presgurvic.
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