Getagged: Klassische Musik

Shakespeare in Love und Black Swan: Die Kunst im Schöpfen von Kunst

Es gibt eine Menge Filme, die sich mit dem Thema Kunst und insbesondere dem Leben einzelner Künstler beschäftigen. Es ist sicherlich ein dankbares Thema; richtig erzählt kommt dabei regelmäßig eine unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte mit inspirierendem Charakter heraus. Da sich kaum jemand mit vergessenen oder dauerhaft erfolglosen Künstlern beschäftigt, bieten solche Werke am Ende fast immer das Motiv eines Einzelkämpfers, der durch harte Arbeit schließlich die verdienten Erfolge feiern darf.
Ein anderer Grund für die Beliebtheit der Kunst als Literatur- oder Filmthema ist sicherlich die Nähe, die die Autoren und Filmemacher selbst zu den verschiedenen künstlerischen Berufen fühlen. Ob es nun um Schriftsteller geht, um Schauspieler oder Sänger: All diese Professionen sind ja selbst Teil der Filmbranche und finden somit gerade während des Erschaffungsprozesses als Filmthema reges Interesse. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es sehr viel mehr Filme über Schriftsteller oder Tänzer gibt, als beispielsweise über Bildhauer.

Amadeus

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Klassik in Szene gesetzt: Hänsel und Gretel

Engelbert Humperdincks Kinderoper Hänsel und Gretel ist in vieler Hinsicht ein einzigartiges Werk. Alleine in ihrem Status als Oper, die vorwiegend an Kinder gerichtet ist, spielt sie in der Opernwelt eine besondere Rolle, und erfreut sich gerade als Einstieg ins Operngenre bis heute größter Popularität.
Die gesamte Oper ist durchkomponiert, aber auch ohne Sprechzeilen ist der Inhalt des Stückes auch für Kinder wunderbar zu verstehen – was sicher nicht zuletzt daran liegt, dass sich die Oper sehr genau an das Grimm’sche Märchen hält. Bis auf wenige Unterschiede wird das Märchen direkt nacherzählt; die Oper widersteht der Versuchung, die simple Geschichte unnötig aufzublähen, und setzt stattdessen eher auf Stimmungsaufbau und Märchenromantik.
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Eine Nacht auf dem kahlen Berg – schauriges Glanzlicht der Animationskunst

Wenn mein liebstes Stück Zeichentrick die Nussknacker-Suite (insbesondere Der Tanz der Zuckerfee) in Fantasia ist, so ist das meiner Meinung nach beste Stück Animation überhaupt im selben Film zu finden: Es ist das letzte Segment, Mussorgskis Eine Nacht auf dem kahlen Berg.
Der Film Fantasia ist an sich ja schon ein reines Fest der Zeichentrickkunst. Der gesamte Film ist pure Poesie; eine aus dem Besten der Musik erschaffene Bildkunst. Und wenn die nachfolgenden Package-Filme auch einige nette Ideen beinhalten und der Nachfolger Fantasia 2000 seine ganz eigenen Vorzüge hat, so kann man doch feststellen, dass ein solch ambitioniertes Projekt seither nicht wieder in Angriff genommen wurde.

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Klassik in Szene gesetzt: Zar und Zimmermann

Auch wenn jede heutige Verarbeitung des Prinz-und-Bettelknabe-Themas an Mark Twains Roman angelehnt ist, so war das doch sicher nicht die erste Version einer derartigen Verwechslungsgeschichte. Schon 1837 in Albert Lortzings Oper Zar und Zimmermann wird ein ganzes Städtchen samt mehreren ausländischen Gesandten in Verwirrung gestürzt, über die Frage, welcher von zwei russischen Zimmerleuten nun der Zar im inkognito ist, und welcher nur ein gewöhnlicher Deserteur. Hier wird allerdings nicht einmal die konstruierte Ähnlichkeit der beiden zum Grund für die Verwirrung; es ist alleine der gemeinsame Name der beiden – Peter – der für Verwechslung sorgt.
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Klassik in Szene gesetzt: Der Zigeunerbaron

Bei Johann Strauss‘ Operette Der Zigeunerbaron handelt es sich für mich um eines der ausdrucksstärksten und vielfältigsten Werke des klassischen Musiktheaters. Es ist mit Sicherheit meine liebste Operette, und als ich erfahren habe, dass von dem Werk eine professionelle Verfilmung existiert, war ich begeistert – und zur gleichen Zeit höchst skeptisch. Hatte man sich bei dieser fürs Fernsehpublikum adaptierten und gekürzten Verfilmung wirklich bemüht, den tiefgründigen Charakter dieses Stückes zu bewahren?
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Phantasia – klassische Suite eines modernen Werkes

Unter all den Projekten, die im Laufe der Zeit im Bannkreis von Andrew Lloyd Webbers Phantom der Oper entstanden sind, ist Phantasia für Fans und Liebhaber wohl eines der eindrucksvollsten. Die offizielle Suite zu dem Musical erschien 2005 noch im Fahrwasser des berüchtigten Films und gerade rechtzeitig, um mit der zusätzlichen The Woman in White Suite noch Werbung für Webbers damals aktuelle Show zu machen.

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Klassik in Szene gesetzt: Der Freischütz (1968)

Über die neuste Verfilmung von Webers Freischütz habe ich vor einiger Zeit hier schon etwas geschrieben. Unter anderem habe ich mich dabei darüber gewundert, dass es so lange gedauert hat, bis diese romantischste aller Opern eine richtige Verfilmung erfahren hat – und dabei war mir nicht bewusst, dass es einen solchen Film längst gibt. Ein großer Fehler, denn gerade diese alte Verfilmung bietet den ultimativen Vergleich für jede andere Adaption.
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‚Confutatis Maledictis‘ an Amadeus‘ Totenbett

Um eine Geschichte zu erfahren sind gewöhnlich nur wenige Sinne nötig. Die einfachste Form kommt mit dem Erzählen oder Lesen alleine aus, bei Filmen kombinieren sich Audio und Video zu einem Gesamterlebnis. Auch wenn es zwischen Büchern und Filmen um definitiv unterschiedliche Medien des Geschichtenerzählens geht, sind sie sich doch so ähnlich, dass die meisten Geschichten vergleichsweise einfach zu übertragen sind.
Spannender wird es, wenn sich eine Geschichte ganz speziell auf ungewöhnliche Bereiche fokussiert. Es stellt eine ganz besondere Herausforderung dar, bestimmte Sinneswahrnehmungen auch für andere Sinne wirklich begreif- und fühlbar zu machen, doch wenn es funktioniert, dann gehören die Ergebnisse meist zu den genialeren Werken aus Film und Literatur überhaupt. Als es um die Verfilmung des Romanmeisterwerks Das Parfum ging, waren viele Stimmen zu hören, die meinten, es sei unmöglich, die intensiven Geruchsbeschreibungen des Buches in das filmische Medium zu übertragen. Was dabei vollkommen übersehen wurde, ist nur, dass auch der Roman selbst auch keine Geruchsstoffe bereitstellen konnte – all die eindrucksvollen Beschreibungen waren nichts anderes, als genial vollbrachte Sinnesübertragungen ins geschriebene Medium.

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Klassik in Szene gesetzt: Carmen

Mit Carmen hat Georges Bizet 1875 nicht nur eines der bis heute ikonischsten Opernwerke geschaffen, gerade die zwei bekanntesten Lieder, die Habanera und „Toréador, en garde!“ („Auf in den Kampf, Torero!“) sind trotz ihrer französischen Natur längst zum Inbegriff spanischer Lebensart geworden. Es ist die Geschichte von Carmen, einer Zigeunerin, für die die Liebe ein reines Spiel darstellt – wenn auch eines, das nach todernsten Regeln geführt wird – und von dem Soldaten Don José, der an ebendiesem Spiel zerbricht.

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