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Alles steht Kopf: Ist Ekel Tinker Bells neue Pixar-Schwester?

Die bisherige Geschichte zwischen Pixar und Disney ist geprägt durch eine einzigartige Mischung von Zusammenarbeit, gegenseitiger Unterstützung und geschwisterlichem Konkurrenzdenken. Auch wenn die beiden Studios seit Pixars Entstehen eng miteinander verwachsen waren und seit einigen Jahren nun ganz offiziell dem gleichen Haus angehören, so hat das die einzelnen Animateure und Mitarbeiter doch nie daran gehindert, sich gegenseitig kritisch zu beäugen und auf den Prüfstand zu setzen. Gar mancher Pixar-Vertreter sieht das jüngere Studio gar als den wahren Weiterträger von Walt Disneys hehrem Erbe, dass sie gegen das bräsig gewordene Mutterstudio mit Händen und Füßen verteidigen müssen – eine Sicht, die auf Disney-Seite ganz und gar nicht geschätzt wird.
Diese (meist wohlwollenden) Zänkereien haben ihren Weg schon mehr als einmal in Pixars Filme selbst geschafft. In Die Unglaublichen gibt es gegen Ende eine Szene, in der Disney-Urgesteine Frank Thomas und Ollie Johnston in einem Cameo bezüglich der Incredibles bemerken: „So muss das gemacht werden. Das ist die alte Schule.“ Und im Filmplot von Ratatouille will sogar mancher eine Allegorie auf Walt Disney, den Niedergang seines Studios und Pixars mühsame Weiterführung seines Erbes sehen.

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Der große Disneyland-Vergleich: Haunted Mansion & Phantom Manor (mit Update zum Hatbox-Ghost)

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

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Anaheim

Disneylands Geisterhaus, das Haunted Mansion, ist sicher eine der ikonischsten und beliebtesten Attraktionen aller Parks, eine Tatsache, die schon an sich jede nähere Betrachtung erschwert wie interessant macht. Doch dadurch, dass diese Bahn für Paris zwar erhalten, aber gleichzeitig rundum ummodelliert wurde, wird der Vergleich zwischen dem Haunted Mansion und seiner europäischen Version, dem Phantom Manor, zu einem absoluten Spezialfall, der einen ausführlichen Artikel verlangt.

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Anaheim

Auch wenn zur Eröffnungszeit von Disneyland der Platz der Geisterbahn vor allem von der damals noch gruseligeren Snow-White-Bahn eingenommen wurde, war doch eine heruntergekommene Geistervilla schon Teil der allerersten Rohpläne für den Park. Die Attraktion durchlebte noch nach Fertigstellung des eigentlichen Gebäudes eine Arbeitszeit von sechs Jahren, während derer verschiedenste Konzepte in Betracht gezogen und verworfen wurden. Schließlich überlebte das Projekt Walt Disney selbst und die Künstler mussten in eigener Verantwortung das endgültige Resultat entwickeln – eine Entwicklung, die man der Bahn deutlich anmerken kann. Die unterschiedlichen Einstellungen von Mark Davis, der eine fröhliche Geisterwelt entwerfen wollte, und Claude Coats, dem eher eine düstere Gruselstimmung vorschwebte, führten dazu, dass die ganze Fahrt deutlich in zwei Teile geteilt ist. Natürlich stellt gerade dieses Ergebnis, das Davis als einen klassischen Fall von „zu vielen Köchen“ bezeichnete, heute für die meisten den einzigartigen Charme der Bahn dar. (mehr …)

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Der große Disneyland-Vergleich: Die Bühnenshows

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

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Paris – Aurora in blau!

Neben den (mehr oder weniger) informellen Treffen mit den Disneygestalten, gibt es in den Disney-Parks noch andere Wege, seine Lieblingsfiguren live zu erleben – allen voran die prächtigen Vorführungen, in denen Szenen oder ganze Teile Filme für die Zuschauer nachgespielt werden. Das Aufwendigste sind aber die Shows, die in speziell dafür eingerichteten Theatern meist jahrelang präsentiert werden, und mehrmals täglich innerhalb einer halben bis Dreiviertelstunde einen ganzen Film als großangelegte Live-Performance darbieten.
Diese Aufführungen haben seit der Eröffnung von Disneyland eine lange Tradition, doch da sie sehr viel häufiger wechseln als übliche Attraktionen, ist ein gerechter Vergleich relativ schwer. Ich selbst habe nur die aktuellsten dieser Shows gesehen, die innerhalb der letzten Jahre gelaufen sind: La Legende du Roi Lion und Tarzan – La Rencontre in Disneyland Paris und Aladdin – A Musical Spectacular in Disney California Adventure Park in Anaheim. Auch wenn sich diese drei Shows in ihrer Machart maßgeblich unterscheiden, sind sie doch in ihrem Anspruch und Produktionsaufwand vergleichbar und bieten sich dadurch für eine nähere Betrachtung an.
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Der große Disneyland-Vergleich: Treffen mit den Disney-Figuren

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

Abgesehen von erstklassigen Action-Bahnen und einem Unterhaltungsspektrum für jede Altersklasse leben die Disney-Freizeitparks insbesondere von ihrem hohen Anspruch, was das Theming angeht – und mit dem gesamten Disney-Erbe auf ihren Schultern ist das eine ebenso verantwortungsvolle wie dankbare Aufgabe. Die ganzen Parks sind so storyspezifisch aufgebaut, dass eine Aufzählung schwerfällt; von der gesamten Architektur über spezielle Themenbahnen und Paraden bis zum Aufbau des Feuerwerks atmet alles den Geist des Disney-Universums.

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Anaheim

Doch wenn es einen Aspekt dieses lebendig-werden-Lassens gibt, den es sich lohnt, gesondert anzuschauen, so sind das die Figuren der Disneyfilme, die in den Parks höchstpersönlich herumflanieren – nicht als die billigen Maskottchen, die in manch anderem Freizeitpark herumblödeln, sondern mit dem Anspruch, die ikonischen Leinwandlegenden lebendig werden zu lassen. In Disneyland haben die Besucher, ob klein oder groß, die einmalige Gelegenheit, ihre liebsten Disneyfiguren persönlich anzutreffen, vielleicht noch ein paar Worte zu wechseln und schließlich mit einem Foto noch ein wertvolles Erinnerungsstück zu ergattern. Gesetzt natürlich, die Kinder schwärmen nicht gerade von etwas unpopuläreren Gestalten – und das fängt leider mit allem an, was nicht hochaktuell ist oder einen Auftritt in der Diamond-BR-Linie verbucht.
Diese besondere Disney-Tradition, die seit Eröffnung des ersten Parks Teil des einzigartigen Erlebnisses war, ist für viele Besucher vielleicht nichts Besonderes oder höchstens ein nettes Gimmick. Doch es gibt nicht wenige Menschen, für die dieser Aspekt eines der Hauptmerkmale ist, der Disneyland von anderen Parks unterscheidet und einen Besuch erst wirklich ausmacht. (mehr …)

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Der große Disneyland-Vergleich: It’s a Small World

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

Durch die New Yorker Weltausstellung 1964 bot sich Walt Disney eine wunderbare Gelegenheit, einige neue Konzepte auszutesten, unter anderem eine Wasserfahrt durch verschiedene bunte Aufbauten, während der die Besucher eine Reihe tanzender Puppen in Kostümen aus aller Welt bewundern können. Um das einzigartige und doch simple Aussehen der Figuren zu definieren, wurde Mary Blair zurückgeholt, eine Disney-Legende, deren spezieller Stil schon den Charakter von Filmen wie Cinderella, Alice im Wunderland und Peter Pan maßgeblich prägte. Entgegen Disneys ursprünglicher Idee, die Fahrt durch die verschiedenen Länder dieser Welt mit den jeweiligen Nationalhymnen zu begleiten, war es natürlich das buchstäblich unvergessliche Lied der Sherman-Brüder, das der Bahn ihre Begleitmusik und der Attraktion schließlich ihren Namen gab. Die Bahn hielt nur zwei Jahre später auch in Disneyland Einzug und gehört seitdem zur unentbehrlichen Grundausstattung eines jeden Disney-Themenparks.

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Anaheim

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Der große Disneyland-Vergleich: Storybook Land Canal Boats & Le Pays des Contes des Fées

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

Wenn man von den Märchenfahrten in Disneylands Fantasyland redet, wenden sich die Gedanken den großen Klassikern wie Peter Pan‘s Flight und Blanche Neige et les Sept Nains zu. Die Bahn, die mit Abstand am meisten der Disney-Märchen in sich vereint, wird dabei meist sträflich vernachlässigt.

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Paris

Die Storybook Land Canal Boats waren eines der ältesten Konzepte in Walt Disneys Plänen für einen Freizeitpark. Er kam auf die Idee durch den Besuch von Madurodam, einem Miniaturpark in den Niederlanden, und so ist dies wohl der eigentliche Ursprung aller Disney‘schen Dark Rides. (mehr …)

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Der große Disneyland-Vergleich: The Sleeping Beauty Castle & Le Château de la Belle au Bois Dormant

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

Das zentrale Schloss stellt Prunkstück und Symbol eines jeden Disney-Parks dar. Als Disneyland 1955 seine Pforten öffnete, war das Dornröschenschloss einfach eine ideale Gelegenheit, um auf den in Produktion befindlichen Disneyfilm aufmerksam zu machen. Die märchenhafte Silhouette wurde bald zu einem der ikonischsten Symbole überhaupt für Disney und selbst das computergenerierte Schloss im neuen Disney-Pictures-Logo, das eine Kombination der verschiedenen Disneyschlösser darstellt, kommt dem Anaheimer Original doch noch am nächsten.

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Anaheim

Der zweite Disney-Park in Orlando bekam mit seinem Cinderella-Schloss eine völlig neue Konstruktion, und während in Hong-Kong und Tokyo jeweils identische Nachbildungen dieser zwei Schlösser stehen, ist Disneyland Paris der einzige Park, in dem das Dornröschenschloss ganz neu interpretiert wurde. (mehr …)

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Der große Disneyland-Vergleich: Einleitung und Mainstreet

Anstelle eines Sommerlochs: Da ich die nächsten Wochen mit Hochzeitsvorbereitungen, Flitterwochen und nicht zuletzt den Manuskript-Bearbeitungen für meine erste Verlagsveröffentlichung beschäftigt sein werde, hier nun einige ältere Artikel. Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

Ich war im Mai 2011 zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren in einem anderen als dem europäischen Disney-Park und so hat sich der Vergleich des „originalen“ Disneylands mit Disneyland Paris natürlich aufgedrängt. Es heißt zwar, Disneyland Paris sei die schönste und kunstvollste Inkarnation des Disney-Traumes, doch in Anaheim befindet sich immerhin der einzige Park, dessen Bau von Walt Disney persönlich überwacht wurde.
Also: Hiermit präsentiere ich eine Reihe kurzer Vergleichsartikel, die sich jeweils auf eine Attraktion oder einen Aspekt der Parks konzentrieren und eine Wertung abgeben, belegt anhand von Fotos und getroffen von meiner eigenen, höchst subjektiven Meinung. (mehr …)

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Die Eiskönigin und Elisabeth – zwischen Loslassen und Aufgeben

Es sind nun anderthalb Jahre vergangen, seit Die Eiskönigin für einen Überraschungserfolg in den Kinosälen sorgte, und bislang ist kein Nachlassen in der Beliebtheit des Films zu spüren. Im Gegenteil: Diese Woche erst hat in Disneyland Paris die Bühnenshow zum Film gestartet, und ein offizielles Musical und eine Fortsetzung des Filmes sind gerade erst in Planung.
Dabei ist denke ich nach wie vor klar, der riesige, unerwartete Erfolg des Films hängt alleine an einer Szene: Lass jetzt los, das ursprünglich als starker Bösewicht-Moment geplante Lied, das zu einer noch viel stärkerer Freiheits-Ballade umgedeutet wurde.

So großartig Elsas große Nummer mit Sicherheit ist, so kann ich das Lied doch nicht hören, ohne daran zu denken, wie gerne der Text im allgemeinen Bewusstsein uminterpretiert wird. In einem anderen Artikel habe ich mich bereits darüber ausgelassen, dass Lass jetzt los bei genauerer Betrachtung immer noch ein klassisches Bösewicht-Lied darstellt. Aber auch wenn man die Szene im bestmöglichen Sinne liest, als Moment der lange ersehnten Befreiung, so zeigen sich Inhalt und Aussage des Liedes gerade im Zusammenhang des Films doch mehr als fragwürdig. Insbesondere, wenn man anfängt, Elsa mit einer anderen starken, freiheitssuchenden Eisprinzessin zu vergleichen: Elisabeth.
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Black Widow, die Froschprinzessin und das Problem der Rollenbilder

Um all den Kritiken, die im Internet herumschwirren, noch mein eigenes Statement hinzuzufügen: Ich finde das Konzept der Marvel-Filmreihe ein mutiges Unterfangen, das die Zuschauer erstaunlich ernst nimmt und alleine dafür seinen Erfolg verdient hat. Für mich ist Avengers: Age of Ultron genau, was er sein sollte, ein kurzweiliger, rasanter Popcorn-Streifen. Und speziell Black Widow halte ich für eine ausgereifte, vielschichtige Action-Heldin, bei der ich mich über jeden zusätzlichen Auftritt freue.
Und dennoch habe ich momentan gewaltige Angst vor der Möglichkeit eines eigenen Black-Widow-Films.

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Um mich deutlicher auszudrücken: Ein gut gemachter Film um Natasha Romanova, der seine Hauptfigur ernst nimmt und sich qualitativ an die anderen Marvel-Filme anlehnt, wäre ein absoluter Traum. Black Widow liefert definitiv genug Material für ihre eigene Geschichte und genügend Ausstrahlung, einen eigenen Film zu tragen – immerhin ist sie das einzige Avengers-Mitglied, das nun bereits in zwei der Filme ihrer Kollegen als wichtige Nebenfigur (oder gar weibliche Hauptfigur) brillierte. Hätte Black Widow vor dem Kinostart von Avengers bereits ihren eigenen Film bekommen, so bin ich zuversichtlich, dass es mein persönlicher Favorit der Serie geworden wäre. Aber mittlerweile sieht die Lage etwas anders aus.
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