Moulin Rouge und Mamma Mia – zwei Arten des Jukebox-Musicals

Seit einigen Jahren schon hat sich in der internationalen Musical-Szene ein neuer Trend breitgemacht: das Erfolgskonzept der aus bekannten Hit-Songs zusammengesetzten Jukebox-Musicals. Es ist ein Konzept, das gleichermaßen intuitiv wie ermüdend erscheint. Natürlich werden die Zusammenschnitte der großen Klassiker einer Band immer ein gewisses Publikum finden; diese zu 80% auf reiner Nostalgie aufgebaute Idee scheint ganz klar ein sicherer Geldmacher zu sein. Aber während gegen ein entsprechendes Best-Of-Konzert sicher nichts zu sagen wäre, ist das Ergebnis der entsprechenden Best-Of-Musicals im besten Fall bemüht.
vlcsnap-2015-08-06-08h14m12s0 Realistisch gesehen ist es nun einmal kaum möglich, aus ein paar beliebigen, willkürlich vordefinierten Band-Hits ein kohärentes, storytechnisch qualitatives Musical zusammenzuschustern. Per Definition haben die Texte der Lieder selten irgendetwas miteinander zu tun und stellen ausschließlich einzelne Solo-Nummern dar, so dass damit in einem größeren Werk sowieso nur die Arien abgedeckt werden können – für Rezitative ist schlicht kein Material vorhanden. Und da diese einzelnen Arien auf irgendeine Weise aufeinander abgestimmt werden müssen, bleiben meist auch alle Lieder auf der Strecke, die irgendeine Art von spezifischerem Inhalt haben. So bleibt gerade für die besten und beliebtesten Songs vieler Bands nur ein Platz als Zugabe übrig – an storytragender Stelle lassen sich Lieder wie „Bohemian Rhapsody“ oder „Fernando“ eben nicht ohne weiteres hineinquetschen. Es ist eine simple Rechnung: Je einfacher und nichtssagender der Inhalt eines Klassikers, desto einfacher lässt sich ein Platz im neuen Handlungsverlauf des Jukebox-Musicals finden.
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Der große Disneyland-Vergleich: La Cabane des Robinsons & Tarzan’s Treehouse

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

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Paris

Nachdem der Film Die Schweizer Familie Robinson 1960 ein großer Erfolg für die Disney-Studios war, entschied man sich, den heimatlosen Gestrandeten auch in Disneyland ein Denkmal zu setzen und zwei Jahre später wurde das Swiss Family Treehouse eröffnet, eine Attraktion, die seitdem auf die eine oder andere Weise in jeden Disney-Park eingegangen ist – so auch in Paris als La Cabane des Robinsons.
Das Baumhaus, auf das sich die Familie nach ihrer unfreiwilligen Strandung zurückzieht, wurde für die Attraktion in Lebensgröße nachgebaut, auch wenn der Standort in Anaheim mitten auf dem New Orleans Square die unfreiwillige Einsamkeit der Gestrandeten etwas ad absurdum führt. In Paris dagegen liegt das Baumhaus einsam in der Mitte des Adventurelands und man hat aus nahezu jeder Perspektive wirklich das Gefühl, sich im tiefsten Dschungel verlaufen zu haben.

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Anaheim

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Der große Disneyland-Vergleich: Disney California Adventure & Walt Disney Studios Park

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

Ich habe schon in anderen Artikeln ein oder zwei Mal auf die jeweiligen Schwesterparks der beiden Disneylands geschielt, doch nun will ich die Gelegenheit nutzen, ihnen ein paar eigene Beurteilungen zu spendieren: Disney California Adventure und Walt Disney Studios Park.
Die beiden Parks sind in jeder Hinsicht gut vergleichbar. Beides sind spät hinzugefügte Zusätze zu „klassischen“ Disney-Parks, beide konzentrieren sich stark auf ein Film- beziehungsweise Hollywood-Thema – und beide sind seit ihrer Eröffnung stärksten Vorwürfen und Kritiken ausgesetzt. Es heißt, die beiden Parks seien zu klein und würden nicht dem üblichen Disney-Standard genügen; Disney-Veteran John Hench beurteilte DCA trocken: „Es gefiel mir besser, als es noch ein Parkplatz war.“
Die Tatsache, dass die jeweilige Thematisierung der Parks in den letzten Jahren durch die Hinzufügung verschiedener Pixar-orientierter Bahnen stark außer Kraft gesetzt wurde, ist dabei gleichermaßen auf Lob wie auf Schmähungen gestoßen.

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Der große Disneyland-Vergleich: Les Mystères du Nautilus, Finding Nemo Submarine Voyage & Crush’s Coaster

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

Dieses Mal stehen nicht zwei, sondern gleich drei verschiedene Disneyland-Attraktionen zum Vergleich an – drei Attraktionen, die sich in Aufbau und Fahrerlebnis so sehr unterscheiden, dass mit ihnen quasi alle Fahrttypen abgedeckt sein sollten.
Neben dem Namen der Hauptfigur ihres jeweiligen Filmes haben diese Bahnen gemein, dass die in dem ambitionierten Versuch geschaffen wurden, den Besuchern ein überzeugendes Gefühl einer echten Unterwasserwelt zu bieten, auch wenn für diesen Zweck unterschiedlichste Mittel verwendet werden.

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Anaheim

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Der große Disneyland-Vergleich: Indiana Jones

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

Auch wenn die Disneyparks mit ihrem sorgfältigen Theming hauptsächlich mit – nun ja – Disneyfilmen assoziiert werden, ist es nicht schwer, auch reine Actionerlebnisse und rasante Achterbahnen für die etwas Älteren zu finden. Natürlich stehen auch diese Bahnen nicht nackt im Raum, sondern sind in perfekte Geschichten und Bauten eingebunden, die die Besucher nicht weniger in eine andere Welt eintauchen lassen, als es der klassische Darkride tut – auch wenn zu diesem Zweck gerade in den Neunzigern gerne auch Disney-fremde Settings benutzt wurden. Schließlich, welche Abenteuer-Filmreihe – und speziell deren zweiter Teil – schreit mehr nach einem Achterbahnerlebnis als die Erlebnisse unser aller liebsten Archäologieprofessors?

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Paris

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Alles steht Kopf: Ist Ekel Tinker Bells neue Pixar-Schwester?

Die bisherige Geschichte zwischen Pixar und Disney ist geprägt durch eine einzigartige Mischung von Zusammenarbeit, gegenseitiger Unterstützung und geschwisterlichem Konkurrenzdenken. Auch wenn die beiden Studios seit Pixars Entstehen eng miteinander verwachsen waren und seit einigen Jahren nun ganz offiziell dem gleichen Haus angehören, so hat das die einzelnen Animateure und Mitarbeiter doch nie daran gehindert, sich gegenseitig kritisch zu beäugen und auf den Prüfstand zu setzen. Gar mancher Pixar-Vertreter sieht das jüngere Studio gar als den wahren Weiterträger von Walt Disneys hehrem Erbe, dass sie gegen das bräsig gewordene Mutterstudio mit Händen und Füßen verteidigen müssen – eine Sicht, die auf Disney-Seite ganz und gar nicht geschätzt wird.
Diese (meist wohlwollenden) Zänkereien haben ihren Weg schon mehr als einmal in Pixars Filme selbst geschafft. In Die Unglaublichen gibt es gegen Ende eine Szene, in der Disney-Urgesteine Frank Thomas und Ollie Johnston in einem Cameo bezüglich der Incredibles bemerken: „So muss das gemacht werden. Das ist die alte Schule.“ Und im Filmplot von Ratatouille will sogar mancher eine Allegorie auf Walt Disney, den Niedergang seines Studios und Pixars mühsame Weiterführung seines Erbes sehen.

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Der große Disneyland-Vergleich: Haunted Mansion & Phantom Manor (mit Update zum Hatbox-Ghost)

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

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Anaheim

Disneylands Geisterhaus, das Haunted Mansion, ist sicher eine der ikonischsten und beliebtesten Attraktionen aller Parks, eine Tatsache, die schon an sich jede nähere Betrachtung erschwert wie interessant macht. Doch dadurch, dass diese Bahn für Paris zwar erhalten, aber gleichzeitig rundum ummodelliert wurde, wird der Vergleich zwischen dem Haunted Mansion und seiner europäischen Version, dem Phantom Manor, zu einem absoluten Spezialfall, der einen ausführlichen Artikel verlangt.

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Anaheim

Auch wenn zur Eröffnungszeit von Disneyland der Platz der Geisterbahn vor allem von der damals noch gruseligeren Snow-White-Bahn eingenommen wurde, war doch eine heruntergekommene Geistervilla schon Teil der allerersten Rohpläne für den Park. Die Attraktion durchlebte noch nach Fertigstellung des eigentlichen Gebäudes eine Arbeitszeit von sechs Jahren, während derer verschiedenste Konzepte in Betracht gezogen und verworfen wurden. Schließlich überlebte das Projekt Walt Disney selbst und die Künstler mussten in eigener Verantwortung das endgültige Resultat entwickeln – eine Entwicklung, die man der Bahn deutlich anmerken kann. Die unterschiedlichen Einstellungen von Mark Davis, der eine fröhliche Geisterwelt entwerfen wollte, und Claude Coats, dem eher eine düstere Gruselstimmung vorschwebte, führten dazu, dass die ganze Fahrt deutlich in zwei Teile geteilt ist. Natürlich stellt gerade dieses Ergebnis, das Davis als einen klassischen Fall von „zu vielen Köchen“ bezeichnete, heute für die meisten den einzigartigen Charme der Bahn dar. (mehr …)

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Der große Disneyland-Vergleich: Die Bühnenshows

Anstelle eines Sommerlochs hier nun einige ältere Artikel: Diese Vergleichsreihe zwischen dem Original-Disneyland in Anaheim und Disneyland Paris erschien 2011 auf sdb-film.de, der Seite meines geschätzten Freundes und Blogger-Kollegen Sidney Schering.

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Paris – Aurora in blau!

Neben den (mehr oder weniger) informellen Treffen mit den Disneygestalten, gibt es in den Disney-Parks noch andere Wege, seine Lieblingsfiguren live zu erleben – allen voran die prächtigen Vorführungen, in denen Szenen oder ganze Teile Filme für die Zuschauer nachgespielt werden. Das Aufwendigste sind aber die Shows, die in speziell dafür eingerichteten Theatern meist jahrelang präsentiert werden, und mehrmals täglich innerhalb einer halben bis Dreiviertelstunde einen ganzen Film als großangelegte Live-Performance darbieten.
Diese Aufführungen haben seit der Eröffnung von Disneyland eine lange Tradition, doch da sie sehr viel häufiger wechseln als übliche Attraktionen, ist ein gerechter Vergleich relativ schwer. Ich selbst habe nur die aktuellsten dieser Shows gesehen, die innerhalb der letzten Jahre gelaufen sind: La Legende du Roi Lion und Tarzan – La Rencontre in Disneyland Paris und Aladdin – A Musical Spectacular in Disney California Adventure Park in Anaheim. Auch wenn sich diese drei Shows in ihrer Machart maßgeblich unterscheiden, sind sie doch in ihrem Anspruch und Produktionsaufwand vergleichbar und bieten sich dadurch für eine nähere Betrachtung an.
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Reisebericht USA: Nevada & Las Vegas

Hey Folks,

ich versuche mit dem Reisebericht ein wenig hinterherzukommen also gehts hier gleich weiter mit Vegas und Nevada. Das ist dann auch gleich die intuitive und gute Aufteilung. Das Monument in Stahl und Plastik Las Vegas und die unendlich schönen, weiten Wüsten Nevadas.

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Reisebericht USA: NYC (2. Teil)

Hey Folks,

gruseligerweiße komme ich vor lauter Erlebnissen der Kategorie „geiler Scheiß“, nicht zum berichten – wer hätte das Gedacht? Ein halbgarer und vermischwurbelter Artikel der die Tage durcheinander wirft liegt zwar noch im Entwürfe-Ordner, aber das erspare ich euch und sammle ein paar Highlight der letzten Tage raus.

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