Eines der künstlerisch ambitioniertesten Filmprojekte der letzten Jahre ist mit Sicherheit Darren Aronofskys Verarbeitung des Schwanensee-Stoffes in Gestalt von Black Swan, ein Werk, über dessen Genialität kaum noch ein Wort verloren werden muss.
Neben dem eigenen Inhalt des Films, der selbst genug Raum zu Interpretationen bietet, lässt sich zusätzlich eine Menge in das Grenzspiel zwischen Realität und Wahnsinn hineinlesen. So könnte der gesamte Film als eigene Schwanensee-Adaption gesehen werden, in der Nina als Odette auftritt, Lily als Odile und die Hauptrolle in dem Ballett als der von beiden begehrte Prinz. Zu dieser Überlegung fügt sich auch die Tatsache, dass der Film mit dem Prolog des Balletts beginnt und mit dem Finale endet; beides mit Nina in der Rolle eines perfekten Weißen Schwans.
Auch wenn seit Erscheinen des Films vielleicht schon alles Interessante zu dem Werk gesagt scheint, will ich doch die Gelegenheit nutzen, noch einmal meine eigenen Gedanken zu dem gemeinsamen Finale von Film und Ballett aufs Papier zu bringen – in der Hoffnung, dass sie vielleicht sogar helfen, dieses Kleinod noch ein wenig mehr zu schätzen.
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