Kategorie: Les Comédies Musicales

Les Comédies Musicales: 1789 – Les Amants de la Bastille

Die Französische Revolution ist eines der historischen Ereignisse, von dem die Menschen bis heute nie genug hören können. Wenn sie auch um einiges brutaler und zur gleichen Zeit sinnloser ablief als der nur wenige Jahre vorher stattfindende amerikanische Unabhängigkeitskrieg, so scheint der folgenschwere Aufstand der Franzosen bis heute doch mehr Flair zu besitzen – oder auf jeden Fall mehr Anreiz, ihn wieder und wieder in allen Einzelheiten auszuleuchten.
Natürlich gibt es hier eine riesige Vielzahl von künstlerischen Bearbeitungen und gerade von Musicals. Das in Deutschland wohl Bekannteste ist das ganz nette Stück Marie Antoinette, das sich bemüht, dieses große Drama aus allen Perspektiven so gut es geht zu beleuchten. Aber nach dem schon etwas älteren Werk La Revolution Française gibt es jetzt auch wieder eine neue französische Adaption: 1789 – Les Amants de la Bastille
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Les Comédies Musicales: Autant en emporte le Vent

Nachdem das Musicals Roméo & Juliette sich als riesiger Erfolg herausstellte, versuchte Komponist Gérard Presgurvic, das gleiche Konzept zwei Jahre später noch einmal umzusetzen. Wieder handelte es sich um eine weithin bekannte Liebesgeschichte: Diesmal ist es Margaret Mitchells Südstaatendrama Vom Winde verweht, das mit Autant en emporte le Vent in eine aufwändige Show verpackt wurde.

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Les Comédies Musicales: Roméo & Juliette


Romeo und Julia dürfte William Shakespeares berühmtestes Stück sein, mit Sicherheit jedenfalls sein bekanntestes und die eine Liebesgeschichte, von der das Publikum offensichtlich nie genug bekommen kann. Neben den verschiedensten Opern-, Ballett- und Filmadaptionen, klassisch wie modern, existiert mit West Side Story ja auch seit langem eine sehr erfolgreiche Musicalversion des Stoffes – auch wenn ich persönlich einige Probleme habe, Bernsteins Klassiker als auch nur annähernd würdige Umsetzung von Shakespeare zu betrachten.
Die gerade in Amerika andauernde Beliebtheit von West Side Story hat die Franzosen aber zum Glück nicht davon abgehalten, 2001 ihre eigene Musicalversion des Klassikers ins Rennen zu schicken: Roméo & Juliette – de la Haine à l‘Amour von Gérard Presgurvic.
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Les Comédies Musicales: Cléopâtre – La dernière reine d’Égypte

Das Leben von Kleopatra VII, der letzten Königin Ägyptens (und einer von zwei weiblichen Herrschern des Landes) bietet seit über zweitausend Jahren Material für Berichte, Theaterstücke, Romane, Filme und verschiedenste musikalische Bearbeitungen. Zu faszinierend ist die Geschichte ihrer kurzen Herrschaft und ihres Bundes mit zweien der mächtigsten Männer ihrer Zeit, und zu verlockend die Möglichkeit, Kleopatra immer wieder verschiedenste Motive und Charakterzüge unterzuschieben – von der männerfressenden Kurtisane über die Strategin bis zur ehrlich verliebten Gattin Cäsars und Mutter seines Sohnes.
Die Version, die als Cléopâtre, la dernière reine d’Égypte 2009 von Kamel Ouali als Musical inszeniert wurde, bietet eine einigermaßen ausgewogene Mischung all dieser Einflüsse; das Leben der Königin von ihrer ersten Begegnung mit Cäsar bis zu ihrem Tod wird als fulminantes Spektakel präsentiert, das die Bekanntheit der Geschichte mit großen Schauwerten ausgleicht. Ohne Kleopatra je wirklich zu verdammen, werden ihre Bemühungen um die Gunst von Cäsar und später Marcus Antonius dabei als höchst strategische Entscheidungen dargestellt, bei denen die junge Frau ihre naturgegebenen Mittel ohne Skrupel einsetzt.
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Les Comédies Musicales: Les Misérables

Als Les Misérables 1980 in Paris seine Premiere feierte, war kaum abzusehen, dass das Musical von Claude-Michel Schönberg und Alain Boublil schließlich für die Musicalwelt eine ähnliche Stellung einnehmen würde, wie seine Vorlage sie in der Weltliteratur innehat. Obwohl es nicht schlecht lief, war der erste Erfolg doch nicht überragend, womöglich unter anderem deshalb, weil die Autoren sich auf Grund der Länge des Quellmaterials stark auf die Belesenheit der Zuschauer verließen und einen Großteil der Hintergründe – einschließlich der gesamten Hintergrundgeschichte der Hauptfigur – dem impliziten Wissen ihres Publikums überließen.
Als das Musical fünf Jahre später nach England exportiert wurde, sollte gerade dieses Manko umfassend behoben werden: In dem englischsprachigen Libretto von Herbert Kretzmer wurde die gesamte Show großflächig umgeschrieben, Lieder wurden ersetzt oder anderen Figuren übergeben (wie „On My Own“, das ursprünglich als „L‘Air de la Misère“ von Fantine gesungen wurde) und nicht zuletzt bekam Jean Valjean nun seinen verdienten, ausführlichen Prolog. Diese Version des Musicals, die heute trotz kleinerer Veränderungen die einzig gebräuchliche ist, startete nun ihren weltweiten Erfolgszug und wurde schließlich sogar wieder ins Französische zurückübersetzt. Les Misérables nimmt unter anderem die Stellung als das am längsten laufende Musical des West Ends ein und erlebte bereits zwei großangelegte konzertante Produktionen, die auf DVD veröffentlicht wurden. Bei diesem Erfolgshintergrund, gepaart mit dem Ruhm von Victor Hugos Roman und einem Inhalt, der geradezu danach schreit, in bombastischen Bildern dargestellt zu werden, galt die großangelegte Verfilmung, die momentan ihren Siegeszug in den Kinos antritt, schon lange nur mehr als eine Frage der Zeit.

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Les Comédies Musicales: Dothy et le Magicien d’Oz

Während L. Frank Baums Der Zauberer von Oz in Amerika einen der unverzichtbaren Grundsteine der Kinderliteratur darstellt, ist das Buch bei uns nicht unbedingt Pflichtbestandteil jeden Kinderzimmers. Dass das Märchen von Dorothy und ihrer Reise in das Zauberland Oz auch hierzulande weithin bekannt ist, ist eher der populären Verfilmung von 1939 zu verdanken, der mit grünen Hexen und roten Schuhen wohl eindeutig die definitive Version der Geschichte geprägt hat.
Andere Adaptionen sind neben verschiedenen Fortsetzungen vor allem Gregory Maguires Buch Wicked und das darauf basierende Musical und demnächst wohl auch Disneys neue Bearbeitung des Stoffes in Die fantastische Welt von Oz. Doch von all diesen Werken traut sich keines, die Verbindung zu dem Judy-Garland-Film offen zu kappen und eine wirklich eigenständige Version von Oz zu erschaffen – im Gegenteil; das neueste Webber-Werk The Wizard of Oz ist wenig mehr als eine Erweiterung der Film-Lieder zu Musical-Länge, womit das ehemalige britische Musical-Wunder wohl endgültig kreativen Bankrott angemeldet hat.

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Les Comédies Musicales: Le Roi Soleil

Es heißt, Musicals seien immer Adaptionen – und der Grund dafür ist nicht schwer zu erkennen; bei den üblichen Eintrittspreisen ist es schwer, das Publikum für ein unerprobtes Thema zu begeistern. Wenn eine Bühnenshow nicht auf bestehenden Werken basiert, so sind historische Begebenheit oder Personen eine immer wiederkehrende Inspirationsquelle, umso mehr, wenn es sich um berühmte Blaublüter handelt. Und die berühmtesten Könige der französischen Geschichte sind zweifellos Louis XIV und Louis XVI. Zu dem Leben – genauer gesagt dem Tod – von Zweiterem existieren jede Menge gerade musikalische Adaptionen, 2005 bekam nun auch Ersterer mit Le Roi Soleil von Kamel Ouali eine moderne, großangelegte Bühnenversion
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Les Comédies Musicales: Notre-Dame de Paris

Wenn man bei uns von Musicaltheater spricht, so kommen einem wohl als Erstes die großen Webber-Arien in den Sinn, die Menge der amerikanischen Musical-Filme oder auch die deutschen, eher dramatischeren Werke wie Elisabeth oder Der Tanz der Vampire. Woran hierzulande kaum jemand denkt, sind die große Vielfalt an französischen Musicals, die nur eine kurze Strecke von uns entfernt alljährlich durch Paris und Frankreich touren. Denn wenn es sich nicht gerade um den Überraschungsstar Les Misérables handelt, bleiben die Werke unserer Nachbarn zu einem Großteil erstaunlich unbeachtet – eine Tatsache, der ich mit dieser Artikelreihe ein wenig Abhilfe zu schaffen hoffe. Vorhang auf für die Comédies Musicales!

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